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DIE INTERNATIONALE BEGEGNUNGSTÄTTE ALBERT SCHWEITZER

Die IBAS (Internationale Begegnungsstätte Albert Schweitzer) ist eine Einrichtung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Es handelt sich um eine Jugendherberge mit Bildungsangeboten zu geschichtlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen. Sie wurde 1994 vom damaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel (dessen Bruder auf der Kriegsgräberstätte Niederbronn liegt) und von Philippe Mestre (französischer Minister für Kriegsveteranen) eingeweiht. Diese Gründung geht auch auf das Engagement von Herr Werner Michel zurück. Der spätere Leiter eines Gymnasiums war als deutscher Soldat in Frankreich in Kriegsgefangenschaft.

Das Team der IBAS ist sowohl zweisprachig als auch bikulturell, daher liegt ihm interkulturelle Mediation, Geschichtsvermittlung und politische Bildung sehr am Herzen.

Dass wir Hoteliers, Gastwirte, Historiker und Mediatoren in einem sind macht unser Handwerk aus: In unserer kleinen Geschichtsfabrik sammeln wir die Erinnerungen der Familien, hinterfragen diese und ergänzen Stück für Stück unser Hausarchiv. Oftmals finden sich im Archiv wahre Schätze, die wir unseren Gästen zur Verfügung stellen, damit sie Geschichte „hautnah“ erleben können.

Wir bieten Lehrkräften eine große Auswahl an pädagogischen Modulen, aus denen ein Aufenthalt „à la carte“ zusammengestellt werden kann. Es ist allerdings auch möglich, eigene Themenschwerpunkte zu setzen, auf die unser Team gerne eingeht und ein maßgeschneidertes Programm erstellt.

In unserer pädagogischen Arbeit versuchen wir stets geschichtliche Themen mit aktuellen Problematiken oder philosophischen bzw. ethischen Fragestellungen in Verbindung zu setzen.

Sprachanimationen ergänzen das pädagogische Programm und bieten einen spielerischen Zugang zur französischen Sprache.

Wir sind sehr gespannt auf unsere Kunden, denen wir einen interessanten und angenehmen Aufenthalt bereiten möchten. Geselligkeit und Gastfreundschaft sind für uns ganz natürlich und wir wissen genau – das ist im Elsass ein Muss – dass gutes Essen auf einer Reise eine große Rolle spielt!

 

 

ALBERT WER ?

Albert Schweitzer wurde in Kaysersberg (Elsass) im Jahre 1875 geboren. Im Alter von 30 Jahren war Albert Schweitzer in der Gesellschaft bereits etabliert: Doktor der Philosophie, Theologie, Pastor und Urheber einer bemerkenswerten Biographie J.S. Bachs. Trotz seiner gesicherten sozialen Stellung beschließt er, die Bequemlichkeit eines bürgerlichen Lebens und die theorielastige Denkweise eines Universitätsprofessors aufzugeben, um sich aktiv für sein humanistisches Ideal zu engagieren. Er entscheidet sich, Mediziner zu werden und bereitet seine Abfahrt nach Afrika vor. Mit 38 Jahren, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs, gründet er in Lambaréné, im Busch von Gabun ein Krankenhaus,das sein Lebenswerk werden soll. Von einer radikalen Kritik der westlichen Zivilisation ausgehend, fordert Albert Schweitzer den Aufbau einer "Kultur der Ethik", Basis eines jeden menschlichen Handelns.

Da er sein Projekt in Afrika vor allem aus eigenen Mitteln bezahlt, wird er als Wegbereiter der humanitären Arbeit angesehen. Sein Hauptziel ist es zu heilen, nicht zu missionieren. In Afrika setzt er, durch seine Umgebung beeinflusst, seine Arbeit an der Theorie des Respekts vor dem Leben fort. Diese Kernidee bedeutet für ihn nicht nur den Schutz der Umwelt und Respekt vor Tieren (bis hin zu einer vegetarischen Lebensweise), sondern auch und vor allem Respekt vor dem menschlichen Leben. Sein letztes politisches Engagement war pazifistisch und richtete sich gegen die Atombombe und für die Abrüstung. Der Friedensnobelpreis wurde ihm 1952 verliehen. 

Das Handeln und das Denken Albert Schweitzers sind in vielen Biographien und Kommentaren, aber auch in Filmen verarbeitet worden. Neben vielen heroisierenden Beiträgen gibt es auch einige kritischere. Er habe laut einiger Beobachter einen paternalistischen, kolonialistischen, "eurozentrierten" Blick auf die Afrikaner und ihre Kulturen gehabt. Heute gibt es auf der ganzen Welt viele öffentliche Einrichtungen, die seinen Namen tragen. Das Centre Albert Schweitzer versucht sich bei der Umsetzung seiner Projekte und Ideen durch eben ihn inspirieren zu lassen, der ein Kind des Elsass und ein Weltbürger war.Albert Schweitzer starb in Lambaréné in Gabun im Jahre 1965.