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DER VOLKSBUND DEUTSCHE KRIEGSGRÄBERFÜRSORGE 

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ist eine humanitäre Organisation, die 1919 aus einer Bürgerinitiative gegründet wurde. Der Verein widmet sich im Auftrag der Bundesregierung der Aufgabe, die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland zu erfassen, zu erhalten und zu pflegen. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, er berät öffentliche und private Stellen, er unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Tote.

Der Ehrenpräsident ist der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland.
Der Volksbund unterhält mehr als 840 Friedhöfe auf der ganzen Welt und 220 in Frankreich.

Fast 1.200.000 Deutsche liegen unter französischem Boden. Der Sitz liegt in Kassel und hat seine französische Geschäftsstelle in Metz. Die Arbeit des Volksbundes in Frankreich basiert auf einem deutsch-französischen Übereinkommen von 1966.

 

 

DIE JUGENDARBEIT IM VOLKSBUND

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. betreibt als einziger Kriegsgräberdienst der Welt eine eigene schulische und außerschulische Jugendarbeit sowie eigene Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten

Neue Freundschaften schließen und andere Länder kennen lernen, sich Gedanken machen über Grenzen auf der Karte und im eigenen Kopf, gemeinsam arbeiten und eine Menge Spaß haben – in den Workcamps und Jugendbegegnungs- und Bildungsstätten des Volksbundes kommen jedes Jahr tausende junger Menschen aus ganz Europa zusammen.

Kriegsgräberstätten haben heute vielfältige Funktionen: Sie sind Orte internationaler Begegnung und Lernorte der Geschichte, sie sind aber auch immer noch Orte individueller Trauer oder kollektiven Gedenkens. Kriegsgräberstätten können als kultureller Gedächtnisspeicher oder touristischer Ort wahrgenommen werden. Sie sind Gegenstand wissenschaftlicher Forschung oder Anlass nationaler bzw. internationaler demokratischer Gedenkveranstaltungen. Leider werden Kriegsgräberstätten auch durch extremistische Gruppen als Orte politischer Demonstrationen missbraucht. Daher gehört die Sensibilisierung für die Gefahren extremistischer Weltanschauungen zum pädagogischen Programm und frühpräventiven Bildungsauftrag des Volksbundes.

Der Volksbund ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe sowie anerkannter Träger der politischen Erwachsenenbildung. Er begnügt sich also nicht damit, lediglich ein landschaftsgärtnerischer Verein zu sein.

 

 

Internationale Workcamps 

Der Verein ermöglicht es den Jugendlichen seit 1953 sich an Begegnungen unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern“ zu beteiligen. Seit dieser Zeit haben bereits über 600.000 Jugendlichen an den Workcamps während der Sommerferien teilgenommen. Neben einer aktiven Beteiligung am Erhalt und der Pflege von Erinnerungsorten haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über gesellschaftlich relevante Fragestellungen auszutauschen. Die Workcamps, die ebenso eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung anbieten, werden von Ehrenamtlichen des Vereins geleitet. Jedes Jahr erleben hunderte von Jugendlichen während ihrer Ferien eine besondere menschliche und interkulturelle Erfahrung. Mit ihrem gesellschaftspolitischen Bildungsauftrag sind die Workcamps oftmals Ausgangspunkt für Fragestellungen zur aktuellen Bedeutung von Erinnerungsorten in unseren Gesellschaften.

 

Eine enge Kooperation mit dem schulischen Bereich

Persönlich Anteil nehmen, sich engagieren, Position beziehen, sich selbst und andere reflektieren, ist unser Verständnis von Persönlichkeitsbildung. Neben der Vermittlung historischer Zusammenhänge ist Erziehung zu einem friedlichen Miteinander eines der wichtigsten Ziele unseres jahrzehntelangen Engagements in der Zusammenarbeit mit Schulen.

In zahlreichen Schulen sind Kooperationen mit dem Volksbund mittlerweile fest verankert. 
Wir unterstützen Schulen dabei, Friedenserziehung als Bestandteil der Bildungspläne in den Bundesländern umzusetzen.

Die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Volksbund wird von der Kultusministerkonferenz im Beschluss zur „Berücksichtigung der Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. in Schulen“ empfohlen. Auch der Bundeselternrat gibt Schulen und Eltern die Empfehlung, die Angebote des Volksbundes in der  Friedenserziehung zu nutzen und ihn in seiner Arbeit zu unterstützen.

 

 

Die Jugendbegegnunsstätte in Ysselsteyn (Niederlanden)

Ein Netzwerk internationaler Bildungsstätten

Im Bewusstsein über den progressiven Wandel der Bedeutung der Kriegsgräberstätten von Orten der Trauer hin zu historischen Lern- und Erinnerungsorten, entschließt sich der Volksbund 1993 dazu, in Lommel, Belgien, seine erste internationale Begegnungsstätte zu errichten. Im darauffolgenden Jahr wird in Niederbronn-les-Bains die zweite Begegnungsstätte eröffnet, 1998 folgt die dritte in Ysselsteyn, Niederlanden. 2005 wird schließlich die Begegnungsstätte in Golm an der deutsch-polnischen Grenze eingeweiht. Das Besondere an den Begegnungsstätten ist deren räumliche Nähe zu einer deutschen Kriegsgräberstätte. Das ganze Jahr über können Schulklassen oder Vereine die Begegnungsstätten für ihre pädagogischen oder fachlichen Aufenthalte nutzen.